Am Freitagmorgen, dem 30.09.2011 fanden die Erzieher des Kindergartens am Familienzentrum St. Barbara, Ibbenbüren-Dickenberg, am Tor des Hintereingangs einen Umzugskarton, in dem sich 4 kleine Kätzchen von ca. 6-7 Wochen befanden. Leider ist eines aus dem Karton entwischt und wohl im nahen Wald verschwunden, denn es wurde nicht gefunden. Die Leiterin, Doris Coja, brachte die 3 anderen Kätzchen in einem ausbruchsicheren Raum unter und verständigte den Tierschutzverein Ibbenbüren, der die Kätzchen abholte.
Wiedermal hat jemand seinen unerwünschten Katzennachwuchs einfach entsorgt anstatt die Mutterkatze kastrieren zu lassen. Erneut muss der Tierschutzverein für Katzen sorgen, die durch eine Kastration des Muttertieres gar nicht da wären.
Für die Kinder des Kindergartens ist dies wohl ein sehr negatives Vorbild, wie man mit Tieren umzugehen hat. Was hat sich der Katzenhalter wohl dabei gedacht, Kindern so etwas vorzumachen? Wie weit wollen Menschen noch gehen? Es ist einfach nicht mehr zu glauben.
Die Kätzchen wurden in einem Umzugskarton ausgesetzt auf dem das Wort Küche steht, darunter waren die Worte: bekommt Skihütte, oder so ähnlich, diese Worte waren durchgestrichen. Vielleicht weis jemand, wem dieser Karton gehört und somit auch die Tiere. Wir gehen jedem Hinweis nach und werden Anzeige wegen Aussetzung stellen.
Wir nehmen auch anonyme Hinweis an. Infos zu den Katzen bitte unter:
05451/971889, oder 0173/2815962
oder E-Mail: info[at]tierschutzverein-ibbenbueren.de
Der Tierschutzverein Ibbenbüren sagt hier nochmal: Es wird endlich Zeit, dass die Gemeinden in unserem Kreiss es kapieren, dass eine Kastrationspflicht eingeführt wird, wie es schon 37 Städte in Deutschland haben. Der Tierschutzverein Ibbenbüren beherbergt zurzeit rund 100 Katzen, davon fast 80 Babykatzen, Katzen, die bei einer Kastrationspflicht nicht da wären, jedenfalls nicht in der Menge.
Brunhild Determann, 1. Vorsitzende.
Unser Verein kann dies nicht mehr tragen, das kann kein Verein, schon gar nicht, wenn er kein Tierheim hat und keine regelmäßige Unterstützung durch die Kommunen erhält. Unsere Pflegestellen haben zum Teil pro Platz 28 bis 30 Katzen zu versorgen, das ist schon nicht mehr zumutbar. Die Arbeit, die ehrenamtlich geleistet wird, die Fahrten zu den Tierärzten, ein Großteil der Futterkosten welche die Pflegestellen selber bezahlen, wer soll das auf Dauer mitmachen. Wenn uns die Pflegestellen abspringen, können wir überhaupt keinen Tieren mehr helfen. Und was tun die Gemeinden? Sie verschließen die Augen. Und was tun viele Katzenhalter? Sie kastrieren nicht und entsorgen die Kleinen dann auf Kosten des Tierschutzvereins. Wenn man pro Katze nur von 1 Euro Versorgung pro Tag ausgeht, braucht unser Verein ohne Tierarztkosten 3000 Euro im Monat. Wo soll das Geld herkommen? Wir finanzieren den Verein durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, nur reichen diese lange nicht. Wenn die Ehrenamtlichen nicht selber aus eigener Tasche noch hunderte von Euros in den Verein stecken würden, hätten wir schon lange aufhören können. Wenn die Tierärzte nicht so kulant wären und manchmal monatelang auf die Bezahlung ihrer Rechnungen warten würden, hätten wir ebenfalls schon lange nicht mehr weiter machen können.
Wann geht es endlich in die Köpfe der Gemeindevertreter und in die Köpfe der Katzenhalter, dass es so nicht weiter gehen kann. Ein Katzenhalter ist nach dem Gesetz für sein Tier verantwortlich. Er hat auch für die Versorgung und die Tierärztlichen Behandlungen aufzukommen und er kann nicht einfach den unerwünschten Nachwuchs entsorgen.
Die Gemeinden sind für Fundtiere zuständig, nur leider fallen in den meisten Fällen die Katzen nach deren Ansicht nicht darunter. Sie werden als herrenlos abgestempelt und damit ist das Thema für die Gemeinden erledigt. So geht es aber nicht, denn all diese (Fundtiere) hatten mal einen Besitzer und dieser kann sich nicht durch Aussetzen seines Tieres entledigen. Dies ist nach dem Tierschutzgesetz verboten.
Der Tierschutzverein Ibbenbüren und Umgebung e.V. fordert die Gemeindevertreter auf: Führt endlich die Kastratationspflicht ein, nehmt endlich das Thema „Katze“ ernst, so ernst wie es ist. Verhindert weiteres Katzenelend und den Ruin der Tierschutzvereine. Unser Verein kann nicht mehr so weiter machen. Wir haben keinen Platz mehr für weitere Tiere und kein Geld mehr, um die Versorgung der Tiere auf Dauer zu Garantieren.
Wer uns helfen will, den Bitten wir um Spenden.
Spendenkonto:
Volksbank Tecklenburger Land e.G.
Kontonummer: 56 300 600
BLZ: 403 619 06
Für die Kätzchen wird ein neues Zuhause gesucht. Wer sich für diese, oder für eine der vielen anderen Interessiert, meldet sich ebenfalls unter der oben genannten Telefonnummer oder schaut im Internet unter: www.tierschutzverein-ibbenbueren.de